NEITHARD BETHKE                          WERKVERZEICHNIS - NBWV
  
 

SZENISCHE MUSIK UND BÜHNENWERKE


Bühnenmusik zu „Der kleine Prinz“
op. 76/2007
von Antoine de Saint Exupéry in der Fassung für Marionettentheater der Lübecker Puppenbühne; für Streichquintett, drei Holzbläser, Harfe, Cembalo und Vibraphon
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Seit frühester Jugend war der Komponist gefangen von dem „Kleinen Prinzen“ Exupérys. Als sich ihm die Möglichkeit bot, für Fritz Feys Puppenbühne in Lübeck, wo jener den Kleinen Prinzen als Marionettentheater inszenierte, die Bühnenmusik zu schreiben, willigte er gerne ein, zumal das stilisierte Spiel von Marionetten ihm hierfür wesensmäßig entgegenkam. Eine zarte, durchsichtige, empfindsame Musik zu einem ebenfalls sensiblen Schauspiel liegt hier vor. Durch das plötzliche Ableben Feys ist damals diese Bühnenmusik nicht mehr beendet und aufgeführt worden. Sie wurde zu einem späteren Zeitpunkt, im Jahr 2007, fertiggestellt.




Bühnenmusik „Tempel – Tanz – Tod“
op. 77/2007
zum Schauspiel „Gold der Götter“ von Fritz Fey für Menschen und Puppen (Schwarzes Theater) nach älteren eigenen Vorarbeiten von 1972, für Holzbläser, Schlagzeug und Klavier
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In enger Zusammenarbeit mit Fritz Fey, dem langjährigen Leiter der Lübecker Puppenbühne und nach gemeinsamen Instrumentenstudien im Hamburger Museum für Vorgeschichte schuf Neithard Bethke schon in den frühen Jahren als Domorganist in Ratzeburg eine exotische Bühnenmusik für das Schauspiel „Gold der Götter“ von Fritz Fey, welche – vorher von einem Musikerensemble auf Tonband eingespielt – ihre Uraufführung im Ratzeburger Burgtheater erlebte. Die Verwendung von ungewohnten Instrumenten wie tiefe Altflöte, Okarina, Hand- und Holzblocktrommeln neben herkömmlichen Orchesterinstrumenten und Klavier ergab eine exotische Klangmischung, die dem Schauspiel, welches in alter Inkazeit spielt und in der Inszenierung durch Fey an das Schwarze Theater in Prag erinnert, einen ganz eigentümlichen Reiz vermittelt. Zumeist als einzelne Tanzsätze strukturiert, läßt sich diese halbstündige Musik auch ohne Geschehen auf der Bühne mit gutem Effekt konzertant aufführen.




Der Ackermann und der Tod
op. 79/2007
Szenisches Mysterienspiel für einen Kirchenraum nach textlichen Vorwürfen des Johannes von Saaz (um 1400)
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Nach seiner Übersiedlung in die Oberlausitz, die früher zu Nordböhmen gehörte, holte Neithard Bethke wieder alte Kompositionsskizzen hervor, die er seit langem als Geistliches Mysterienspiel in Szene und in Musik zu setzen gedachte.
Zusammen mit tschechischen Musikern nahm nun dieses „Streitgespräch“ des Bauern mit dem Tod seine endgültige musikalische Gestalt an. Textlich beruht es auf einem Vorwurf des aus Böhmen stammenden Johannes von Saaz (oder von Tepl, wie er auch genannt wird) aus dem Jahre 1400, nämlich dem berühmten „Der Ackermann aus Böhmen“. Der Text ist bis heute aktuell, die Musik Bethkes ausdrucksstark und dem Inhalt hoch verpflichtet. Um nur ein Beispiel heraus zu greifen: Wie kalt fährt es mit fahlen Bläserklängen unter die Haut, wenn Bethke den Tod auftreten läßt mit den Worten: „Die Menschen leben auf Erden nur in der Fremde. Vom Sein zum Nichtsein müssen sie kommen. Auf schnellen Füßen eilt das Menschenleben hin: Jetzt leben, im Handumdrehen gestorben:“ Ein Schlagzeugwirbel wächst aus dem Bläserklang und dumpf klingt die Große Trommel zum „Laß dir sagen, daß das Menschenleben auf Erden nur ein Hauch ist!“ – Als Anfang des Humanismus wird die Textquelle eingeordnet. Und humanistisches Denken und Fühlen als Leitlinie für den Menschen von heute und den Hörer des Stückes wird zum Wesensinhalt dieses jungen und doch so alten musikalischen Mysterienspieles.



 

Musikalisches Altartriptychon
op. 78/2007
Szenen und Gestalten nach dem Hauptaltar des Ratzeburger Domes, nach einem textlichen Vorwurf von Domprobst em. Uwe Steffen
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In engster Zusammenarbeit mit dem Domprobsten Uwe Steffen, dem Bethke als Freund zutiefst verbunden war, entstand der textliche Vorwurf für ein Musikalisches Altartriptychon, welches erst jetzt – nach Steffens plötzlichem Tod – seine Vollendung fand. Für die Ausführung dieser Musik sind zwei  Möglichkeiten vorgesehen: Man kann die Altarbilder für sich stehen lassen, betrachten und gewissermaßen musikalisch kommentieren (das wäre dann eine rein konzertante Aufführung) oder man läßt – sozusagen aus dem Altarbild heraussteigend – die Personen szenisch in den Vordergrund treten, wobei die Sänger und Sängerinnen selbst diese Gestalten spielen und die ihnen zugedachten Worte in eindrucksvollen Gesängen zu Gehör bringen können.



Kindersingspiel „Von der kleinen Maus und anderen Tieren“
op. 108/2016
Nach eigenen Texten, für Kinderchor (auch solistisch), Klavier, Violine und weitere Instrumente ad lib.
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Dieses kleine Kindersingspiel entstand im Rahmen der Kurrendearbeiten Neithard Bethkes in der Kreuzkirchgemeinde Görlitz. Das Werk ist besonders für die musikalische Früherziehung  kleinerer  Kinder gee
ignet.



„Die Legende vom vierten König“
op. 116/2020
Szenisches Mysterienspiel für Soli, Chor, Orgel und Kammerorchester nach dem Roman „Die Legende vom vierten König“ von Edzard Schaper
(in Arbeit)
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Es ist vorzugsweise als Kirchenschauspiel in der Passionszeit geeignet. Das Textlibretto wird von Dr. Thomas Isermann (Berlin) erarbeitet. Wenn auch diese Bühnenmusik „in ogni tempo“ aufzuführen möglich ist, ist des Textinhaltes halber die Aufführung in der Passionszeit vorteilhaft.



* Druck in Vorbereitung, nähere Informationen beim Komponisten oder beim Verlag Merseburger (www.merseburger.de)
** Das Aufführungsmaterial kann über den Komponisten bezogen werden


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